Warum haben Sie Ihr Unternehmen verlassen? Was Führungskräfte bei der Gestaltung Ihrer Exit-Story beachten sollten!
- Martina Mosebach
- 11. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Juni
Bei Führungskräften gibt es immer wieder Unsicherheiten in Bezug auf die Exit-Story. Strategisch entscheidend ist es hier, wie Sie auf diese Frage reagieren. Denn unabhängig von Leistung und Erfolgen:
Ihre Exit-Story wird bewertet.
Dabei kommt es darauf an, wie reflektiert, souverän und professionell Sie damit umgehen. Das A und O ist die richtige Kommunikation. Drei typische Szenarien:
1️⃣ Trennung aufgrund von Divergenzen (Strategie, Werte, Zusammenarbeit)
Die Gefahr besteht, den ehemaligen Arbeitgeber schlecht darzustellen – oder sich selbst zu rechtfertigen.
Jo
➡️ Professioneller Ansatz:
🔹Fokus auf Sachlichkeit und Reife
🔹klare und loyale Kommunikation ohne Schuldzuweisungen
🔹Betonung der gemeinsamen Verantwortung
🔹neue Herausforderung als Chance
Mögliche Antwort:
„Im Laufe der Zeit haben sich strategische Prioritäten und Vorstellungen zur Führungsarbeit unterschiedlich entwickelt. Wir sind gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass eine Neuausrichtung für beide Seiten sinnvoll ist. Für mich war das ein wichtiger Moment der Klarheit, was meine zukünftige Rolle und mein Wirken betreffen. “
➡️ Signal: Reflexionsfähigkeit, Selbstführung, Loyalität.
2️⃣ Kündigung nach der Probezeit
Herausforderung: Unsicherheit, Ablehnung, Zweifel am eigenen Erfolg
Wichtig: Unklarheit oder Ausweichen wirken deutlich negativer als eine klare, sachliche und ehrliche Einordnung.
➡️Professioneller Ansatz:
🔹proaktiv und souverän kommunizieren
🔹die eigene Lernkurve sichtbar machen
🔹den Kontext erläutern – erklären statt rechtfertigen
🔹klar und nüchtern bleiben, nicht dramatisieren
(Nicht jede Position ist der richtige Match – auch auf Führungsebene)
Mögliche Antwort:
„Nach der Probezeit wurde entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden. Rückblickend war die Rolle nicht der optimale Match – insbesondere in Bezug auf Erwartungshaltung und Rahmenbedingungen. Ich habe daraus sehr klar mitgenommen, unter welchen Voraussetzungen ich meine Stärken am besten einbringen kann.“
➡️ Signal: Lernfähigkeit, Verantwortung, emotionale Stabilität.
3️⃣ Noch angestellt, aber bereits mit Aufhebungsvertrag
Herausforderung: Was darf ich sagen – und wie offen sollte ich sein?
➡️Professioneller Ansatz
🔹 Klarheit statt Verwirrung
🔹 Zukunftsorientierung
🔹Kein „Zwischen-den-Zeilen-Lesen“ zulassen
Mögliche Antwort:
„Ich befinde mich aktuell noch in der Anstellung, wir haben uns jedoch einvernehmlich auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt. Der Fokus liegt nun auf meiner nächsten beruflichen Station, die fachlich und kulturell noch besser passt.“
➡️ Signal: Souveränität, Struktur, Professionalität.
Mein Fazit als Career Coach:
✔️ Exit-Story nicht als Risiko, sondern als Chance.



Kommentare